Ich habe gar kein Handy

Ich hab ein Smartphone! So ist das und nicht anders. Mein kleines Steinchen fährt herunter, bootet und hat verschiedene Homescreens und ist der krasse Gegensatz zu meinem ersten mobilen Telefon mit der Bezeichnung Nokia 3210 – Na wer erinnert sich noch? Ein graues Monster, dass bei leerem Akku auch gerne mal als Wurfwaffe verwendet wurde, aber „Hey“ es hatte ein überaus Ultra-Hippes-Mega-Game namens Snake. Heutztage könnnen die Dinger doch nur Internet und Social-Media-Netzwerk-Gedöns.

Ok wir sind mal nicht so, die Altvorderen des Webmasterfriday haben einfach mal gefragt ob wir eigentlich ein Handy haben und wofür wir es denn nutzen, sofern wir eines haben. Wie gesagt besitze ich Smartphone, genau genommen ein Milestone von Motorola, doch seit ich mich im April 2011 samt Frau selbstständig gemacht habe und 95% meiner Zeit @Home oder im Home-Office verbringe schwindet auch meine Zeit die ich mit meinem geliebten Steinchen verbringe. Wenn ich das Teil mal benutze, dann hauptsächlich um Mails zu checken (sofern ich nicht am Rechner bin), mit meiner Frau zu telefonieren, in öffentlichen Verkehrsmitteln meinen FeedReader abzuarbeiten oder mich gelegentlich via Foursquare irgendwo einzuloggen. Die Zeiten in denen ich voller Tatendrang es nicht abwarten konnte via mobile device zu twittern oder die Facebook-Timeline zu befüllen sind vergangen.

Und wenn ich ehrlich bin vermisse ich herzlich wenig, denn im Grunde genommen sind es nichts weiter als geistige Fürze zur Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls (wie eigentlich jede Art der Selbstdarstellung in Zeiten von Social Networks). Je mehr Abstand ich von diesem Ganzen Hippster-Dumusstüberaldabeiseinundnetworken-Geblubber bekomme, desto besser und ausgeglichener fühle ich mich. Ich muss deswegen mal eine Lanze brechen und es sagen wie es ist,

ich bin entsozialisiert und das ist gut so!

Aber zurück zu der Smartphone/Handy-Geschichte. Ich kann mich bei allem Enthusiasmus nicht mehr wirklich mitreißen lassen und frage mich mittlerweile welchen Vorteil ich eigentlich durch ein Smartphone habe? Ich finde das die Entwicklung zu App-lastig ist oder um es gezielt auszudrücken, diese ganzen Apps gehen mir auf die Eier! Apps sind wie ein Geschwür das einen einengt und einen nur noch vorgegebene starre Handlungen ausführen lässt. Eine dunkle schmale Gasse im Brei der geistigen Verdummung. Ich will selbst entscheiden, frei sein, klicken und kommentieren wie ich will und nicht wie ihr glaubt es könnte mir gefallen… Es tut mir leid aber

ich bin nicht massenkompatibel!

Ach verdammt, ich merke ich drifte schon wieder ab… #wayne : )

Zurück zu den Smartphones. Mein aktueller Vertrag läuft gegen Ende Februar aus und bis dahin werden wir beide einfach ausharren. Ok, wenn ich ehrlich bin brauch ich gar kein mobiles Telefon oder Endgerät, ich bin ja eh nur zuhause und wenn nicht dann halt nicht – Schließlich bin ich ohne Handy aufgewachsen und die Zeit vor dem Handy war wesentlich entspannter & ruhiger. Das ganze Leben war weitaus weniger hektisch und irgendwie waren alle freundlicher. Hm, was hat uns die Errungenschaft überall und jederzeit erreichbar zu sein eigentlich gebracht? Also außer mehr Stress? Wenn ich so darüber nachdenke nicht wirklich viel… Jedenfalls nicht viel positives…

War noch was? Ach Ja! Ich muss auch zugeben, dass ich bei allen Hass auf Apple und meiner Abscheu diesem Unternehmen gegenüber, sich auch ein iPodtouch 3G in meinem Besitz befindet – Was wahrscheinlich eine Erklärung für meine Wut auf Apps erklären könnte. Doch wie dem auch sei, muss ich auch offen zugeben, dass der Anteil meiner mobilen Aktivitäten sich in letzter Zeit stark in Richtung des angebissenen Apfels verschoben haben. Dennoch geht mir das alles langsam tierisch auf den Sack…

Wir lesen uns : )

Über lars

Geboren 1980 in Cuxhaven | In Hamburg lebend | Im Internet zuhause | Selbständig mit Frau und ohne Kind | Auch in der Dunkelheit immer im Licht unterwegs | Google-Nutzer (Google+) und bekennender Androide

17. November 2011 von lars
Kategorien: Online | 3 Kommentare