Blogkataloge – Vergessene Verzeichnisse im Internet

Ich muss zugeben, auch ich habe einmal einen Blog bei diversen Blogkatalogen angemeldet. Warum ich das damals (Es waren die Anfänge und ersten Schritte auf whit3h4t.de) tat oder was ich mir genau erhoffte, darüber kann ich nur noch raten – Das Kapitel rund um diese Verzeichnisleichen hatte ich schon nach kurzer Zeit abgeschlossen und in irgendeiner Schublade verstaut, denn schon nach kurzer Zeit bemerkte ich, was diese Kataloge & Listen für Blogs bringen:

ABSOLUTELY NOTHING!!!

Dennoch versuche ich mich ein wenig produktiv dem Thema anzunähern und damit zu befassen. Warum? Weil der „Webmaster Friday“ danach gefragt hat, also nach den Blogkatalogen und wie wir sie denn nutzen, wenn wir sie denn nutzen. Im Grunde genommen gibt oder gab es für mich nur zwei Gründe die für eine Anmeldung bei Webverzeichnissen dieser Art sprachen: Leser und Links! Doch schon nach den ersten Wochen besuchte mich die knallharte Realität und schlug voll zu, in das lebendige Bloggerherz.

Leser? Bitte? Wer sucht denn bitte in Zeiten wie diese noch in externen Verzeichnissen oder Katalogen nach irgendwelchen Blogs? Welche Gruppe von Menschen hat das überhaupt einmal getan? Ok, ich will nicht sagen, dass die Kataloge in den Anfängen einer Art Szene der deutschen Bloglandschaft nicht ihre Berechtigung hatten. Schließlich waren die Suchmaschinen nicht immer so gut aufgestellt und boten Informationen so einfach an. Doch mittlerweile sind sie so überflüssig wie3/4 aller Internetseiten, 90% Bookmark-Portale und alle Webkataloge.

Links? Mal ganz abgesehen davon, dass ich das Verzeichnisse auch noch verlinken muss damit ich aufgenommen werde, hat wikio in der Vergangenheit doch wohl gezeigt was mit Blohkatalogen passieren kann – Ich frage mich an der Stelle wie viele Blogs wohl noch den Button inne haben? Wie auch immer, die Links die man als Webmaster von den Verzeichnissen erhält sind nun wirklich mies, sofern man nicht einen der TOP-Blogs hält. Also da gibt es wirklich gelungenere Methoden um nette Verweise von guten Seiten aus den Weiten des Internets abzustauben. Mal abgesehen davon, sind die Buttons der Verzeichnisse nicht gerade Balsam für die Ladezeit des Blogs, dass zieht teilweise ganz schön die Zeit nach oben.

Links und Leser? Was haben wir noch? Beziehungsweise welche Punkte oder Gründe gibt es noch sich bei einem Blogkatalog anzumelden? Mir fällt gerade keiner ein, jedenfalls kein positiver. Ich könnte jetzt noch ein wenig anfangen mich über diese ominöse Kategorisierung von Dingen und Geschehnissen auszulassen, doch dazu fehlt mir heute der Elan. Das war es dann also…

Lange Tage und angenehme Nächte…

Über lars

Geboren 1980 in Cuxhaven | In Hamburg lebend | Im Internet zuhause | Selbständig mit Frau und ohne Kind | Auch in der Dunkelheit immer im Licht unterwegs | Google-Nutzer (Google+) und bekennender Androide

07. Januar 2012 von lars
Kategorien: Online | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. …es ist wie mit dem Telefonbuch: Irgendwann wird es Dir noch einmal auffallen, dass Du Dich dort eingetragen hast – wenn sich Leute bei Dir melden, die Du einfach nicht erwarten möchtest oder Deine Seite längst „verstorben“ ist…

    • Moin Klaas,

      naja es verhält sich nicht gänzlich so wie mit dem Telefonbuch. Denn sofern du die Links zu den Katalogen entfernst, wirst du auch aus diesen gelöscht. Im Kern jedoch scheint es der Wunsch der Leute nach mehr Leser, Fans und Anerkennung zu sein der die Blogger in die Kataloge trieb und noch immer treibt.

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